
"Du bist zu hilfsbereit".
Diesen Satz habe ich tatsächlich einmal in einem Projekt gehört.
Nicht von einer Führungskraft. Nicht von einer Kollegin.
Sondern von einem Mitarbeiter, dem ich gerade geholfen hatte.
Ich musste lachen und fragte: „Warum?“
Seine Antwort: "Weil du nie sagst: Das ist nicht mein Job.“
Und ja - er hatte nicht ganz unrecht.
Natürlich hätte ich sagen können: „Dafür bin ich nicht zuständig.“
Die Aufgabe lag nicht direkt in meinem Bereich.
Aber ich wusste: Mit ein paar einfachen Schritten ist das Problem gelöst. Warum also erst lange klären, wer verantwortlich ist, wenn man gemeinsam schneller zu einer Lösung kommt?
Es sind oft nicht die großen Themen, die den Unterschied machen.
Es sind die kleinen Dinge:
Mitdenken.
Nachfragen.
Unterstützen.
Eine Lösung finden, bevor aus einer Kleinigkeit ein größeres Problem wird.
Hilfsbereitschaft bedeutet für mich nicht, alles zu übernehmen oder keine Grenzen zu haben.
Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und den Blick für das Ganze zu behalten.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, Aufgaben abzuarbeiten.
Es geht darum, dass Zusammenarbeit funktioniert.
Fachwissen ist wichtig. Prozesse sind wichtig.
Aber am Ende sind es oft die Menschen, die den Unterschied machen.
Wie sieht ihr das?
